Unser E-Wurf vom 06.11.2016


Am 06.  November 2016 ist unser E-Wurf mit sieben "Double-Doodle" Welpen geboren!

Es sind sechs Mädchen und ein Rüde.

 

 

Eltern:

Lilly - "Clara vom Forstbachtal"  Labradoodle F1

Max - Aussiedoodle und Blindenführhund-Azubi

 

 

  "foxy Max and sweet Lilly"


 

Am 18.09.2016 habe ich angehängte e-mail erhalten.

Leider hat der Schreiber seine e-mail Adresse verfälscht und war entsprechend nicht bereit, mit mir in die direkte Auseinandersetzung zu gehen.

Aber... er hat mir die Möglichkeit geboten, mich noch einmal mit der Idee zu unserem E-Wurf und dem Thema "Züchten" im allgemeinen auseinanderzusetzten:

 

 

Name: Harald

E-Mail: ha.ra@ld.com

Nachricht: Guten Tag,

ich vermute sehr, dass Ihnen eigentlich bewusst ist, dass Sie alle seriösen Labradoodle-Züchter mit Ihren anstehenden dubiosen "Double-Doodle"-Hunden in Verruf bringen!?!? Genießt der Doodle als "Mischling" sowieso keinen guten Ruf, dürfte dieser nach so bunten Verpaarungen wie den Ihren bald vollends zerstört sein.
Kurz zur allgemeinen Verdeutlichung:

Ein Doubledoodle ist ein Hund aus Verpaarungen zwischen Golden 'Retriever'+Labrador 'Retriever'+Pudel

Ein lustiger "Aussiedoodle" hat darin gar nichts verloren! Zumal die Pudel-Retriever-Mischung (Gesellschaftshund/Apportier-Stöberhund) noch um einen Hütehund verwässert wird.
Das ist einfach nur ein dreifacher-doppel-Mischling, dessen Anlagen sie sowohl vom Charakter, noch vom Körperbau/Erscheinungsbild nicht kennen und Ihren künftigen Kunden auch keinerlei verlässliche Einschätzung dahingehend geben können.
Dafür genauso viel Geld abzukassieren, wie es bedachte Züchter tun, die immens höhere Ausgaben zu verzeichnen haben, ist unverschämt.

Denken Sie in einer entspannten Minute einmal darüber nach, sehen Sie sich die von Mischlingen überquellenden Tierheime an und schämen Sie sich wenigstens ein bisschen.

Beste Grüße

 

 

 

Hallo guten Tag und danke für Ihre kritische e-mail.

 

Gegenüber Menschen, die sich kritisch Gedanken machen, bin ich immer aufgeschlossen. Schade nur, dass Sie mir Ihren Namen und auch die Motivation, warum Sie mich anschreiben nicht verraten.

 

Den Wurf, der ansteht habe ich nicht geplant, weil er mir wirtschaftliche Vorteile bringt, sondern weil er mich überzeugt.

Der Vater des anstehenden Wurfes ist nicht "irgendein durchgeknallter Aussie".

Von einer Blindenführhundetrainerin habe ich schon vor längerer Zeit das Angebot erhalten, dass sie mir einen ihrer wesensfestesten, sensibelsten und gelehrigsten Rüden für eine Belegung zur Verfügung stellt.

Die kritischen Anmerkungen, die Sie in Ihrem Brief machen, habe ich monatelang bewegt, habe ´"Für und Wider" abgewogen und mich schlussendlich guten Gewissens für diese Verpaarung entschieden.

 

Was Ihre Anmerkung zur Unberechenbarkeit von Charakter, Körperbau, Erscheinungsbild vom Labradoodle anbelangt, so muss ich Ihnen sagen, dass gerade der Labradoodle F1 immer ein Überraschungspaket ist. Es gibt immer mal Labradoodles F1, die sehen aus wie "verünglückte Labradore".

Wer einen Hund von der Stange möchte, der zumindest optisch berechenbare, rassetypische Merkmale aufweist, holt sich nach meiner Erfahrung sowieso keinen Labradoodle.

 

Für den Ruf anderer Züchter fühle ich mich nicht verantwortlich!

Jeder ist selber in der Pflicht, sein Tun zu reflektieren!!

 

Leider verraten Sie ja nichts zu Ihren Beweggründen für Ihre Mail, genauso wenig, wie Sie mir nicht sagen, ob Sie Züchter oder Tierschützer sind. Aber was den vermeintlich schlechten Ruf des Labradoodles, von dem Sie schreiben anbelangt, darf ich Sie korrigieren....meine Erfahrung ist:

Der Labradoodle genießt einen sehr guten Ruf und erfreut sich zurecht zunehmender Beliebtheit!

 

Zu Ihrer Aussage: "Dafür genauso viel Geld abzukassieren, wie es bedachte Züchter tun, die immens höhere Ausgaben zu verzeichnen haben, ist unverschämt".

In diesem Fall, habe ich mir beim Aufsuchen des Deckrüden lediglich die lange Fahrt und die Übernachtung (en) gespart! Die letzten male bin ich jeweils rund 400 km einfach gefahren und habe immer noch ein zwei Übernachtungen angehängt. Das mußte ich dieses mal nicht machen.

 

Und richtig.... landläufig ist ein Double-Doodle eine Kreuzung aus Goldendoodle und Labradoodle. Aber Sie finden in Deutschland noch keine offizielle Definition für den Begriff "Double-Doodle".

Diese Bezeichnung weist lediglich darauf hin, dass es sich um eine Verpaarung zwei verschiedener -doodles handelt.

Wenn ich Ihrer kritischen Haltung nachgeben möchte, könnte ich jetzt statt Double-Doodle auch "Zweimal-Doodle", "Zweifach-Doodle", "Multi-Doodle" oder......... schreiben ;-).

 

Sicher ist Ihnen bekannt, dass auch der Aussiedoodle bereits in so manchen deutschen Dissidenten-Züchterverbänden seine Anerkennung gefunden hat!?

Hunde zu züchten, die vom jeweiligen Züchterverband durchgewunken werden ist um ein vielfaches leichter, als selber in die Verantwortung für sein zu Tun zu gehen.

Unter "Ziele", habe ich explizit erwähnt, dass ich mich bewußt davon distanziere, herrschenden Standards gerecht werden zu wollen.

Mein Ziel ist es wesenfeste und gesunde Hunde zu züchten und mein "Idee" mag zuweilen revolutionär anmuten....

 

Auch appeliere ich an das Verantworungsbewußtsein und die Mündigkeit unserer Interessenten. NIEMAND wird gezwungen, bei mir einen Hund zu kaufen!!

 

Im Übrigen bleibt der gleiche Aufwand wie immer... ich werde mir Urlaub nehmen, sauer verdiente Überstunden abbauen, acht Wochen neben den Welpen schlafen, mit akutem Schlafmangel auskommen, fünf Wochen lang Dauerbesuch empfangen, rund um die Uhr Fäkalien wegputzen, Berge von Wäsche waschen, mir die Ohren wund telefonieren, endlose e-mails und Verträge schreiben, und und und. Und am Ende einen Teil meines Hauses und meines Gartens wieder auf Vordermann bringen.

 

Zu Ihrer Anmerkung "arme Kreaturen in Tierheimen":

Bevor ich mir meine Paula ins Haus geholt habe, habe ich wirklich laaaange überlegt, welcher Hund es sein sollte. Auch mich hat der Gedanke getrieben, dass es in Tierheimen so viele Hunde gibt, die sich eine Chance wünschen.

Zwei Argumente haben mich davon abgebracht, mir einen Tierschutzhund zu holen:

  • Ich arbeite im sozialen Bereich, u. a. viel mit Kindern. Meine Hunde sind Teil meines beruflichen Alltags und deshalb bin ich auf stabile, gut sozialisierte Hunde angewiesen. Das Risiko, dass bei einem Hund, dessen Vergangenheit ich nicht kenne, irgendwann ein Trauma zuschlägt und ich ihn dann im schlimmsten Fall zurückgeben müßte, wäre mir in jedem Fall zu groß.

    Das ist auch für mich Grund und Rechtfertigung, Hunde zu züchten und diese als Familienhunde, Therapiehunde, Blindenführhunde,..... auf den Weg zu bringen.

  • Es gibt viele Wege, sich sozial einzubringen und auch das Thema "Tierschutz" zu unterstützen. Das tue ich immer gerne und am liebsten auf die Weise die ich mir selber für mein Engagement aussuche!!

Alles Gute und schade, dass Sie nicht den Mut haben, sich direkt mit mir auseinanderzusetzen.

 

Eleonora Altmann mit den Wolfsteinern